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Es wird gestorben,
wo immer auch gelebt wird
Herausgegeben von Katrin Rohnstock
Haben Sie schon einmal über Ihre Beerdigung nachgedacht?
Junge Menschen haben Angst vor dem Sterben. Sie können sich nicht vorstellen, was es bedeutet, alt zu sein und am Ende ihres Lebens zu stehen. Für sie liegt das Sterben außerhalb ihrer Vorstellungen und Wünsche. Der Tod ist für sie verbunden mit Trauer und Schmerz. Kaum jemand spricht darüber, es ist in unserer Gesellschaft ein Tabu und mit diffusen Ängsten besetzt.
Doch für alte Menschen, deren Lebensuhr bald abgelaufen ist, gehört der Gedanke an das Sterben selbstverständlich zum Leben. Manche wünschen sich gar zu sterben. Das natürliche Sterben kann eine Erlösung sein.
Es wieder in das Leben, das öffentliche Bewusstsein hineinzuholen – ist die Absicht der Anthologie.
Dazu wurden Menschen befragt, die älter als achtzig Jahre sind. Vom Sterben erzählen sie selbst: Wie soll ihre Beerdigung ablaufen? Wer soll dabei sein? Was möchten sie ein letztes Mal tun? Was bleibt offen? Was war das Wichtigste im Leben? Was möchten sie weitergeben? Was bleibt vom Leben? Was kommt danach?
Alte Menschen bereiten sich auf den Abschied vor, sie ordnen ihre Verhältnisse, sie regeln ihr Erbe, und keineswegs nur das monetäre – auch das ideelle.
Ihr Verhältnis zum Sterben formt sich durch die Lebenserfahrungen. Die Texte sind so verschieden wie die Menschen. Von der Schneiderin, die jeden Tag mit Aktivitäten füllt und nachts mit ihren Toten spricht, über den nüchternen Bauingenieur bis hin zum Philosophen, der sich in sein eigenes Denkgerüst flüchtet. Sie erzählen von ihrem Glauben, ihren Ängsten und Wünschen, von Ritualen und Bildern vom Tod.
Die Geschichten eröffnen ein breites Spektrum an Auffassungen und Umgangweisen – vielfältige Antworten auf die Frage nach dem eigenen Sterben.
"Ich bin tatsächlich ein bisschen neugierig, wie es sein wird, das Sterben“[...]
Es ist ein erfrischend nüchterner Ton, der in den Erzählungen von Johanna Biesel und 15 anderen über 80-Jährigen anklingt: Fern von den Floskeln der Pietät eignen sich greise Menschen ihr Alter, ihren Tod als Gegenstand intellektueller und emotionaler Beschäftigung an.
Die Welt
Die Protokolle, aufgezeichnet von verschiedenen Autoren, sind keine weinerlichen und lamoryanten Texte, wie man sie in einer solchen Sammlung erwartet und wie man sie eigentlich nicht lesen will. Es sind Geschichten über den leisen, undramatischen und allmählichen Abschied vom Leben, mitunter heiter und beschwingt.
Märkische Allgemeine Zeitung
Ein berührendes, lesenswertes Buch, das tatsächlich jeden angeht!
planet 50plus
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vergriffen
Neuauflage unter dem Titel
Am Ende meines Lebens