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Harald Poschner
Türen ohne Klinke
Ein Totschläger erzählt seine Lebensgeschichte
Aufgeschrieben von Katrin Rohnstock und Barbara Orth
»Inzwischen kenne ich jedes Geräusch von draußen. Im Sommer hört sich vieles anders an als im Winter. Ich höre das Klatschen der Flügel, wenn Tauben in Panik vor dem Falken davonfliegen. Der herannahende Personenzug dröhnt anders als der Güterzug. Eine Feuerwehr, ein Krankenwagen unterscheiden sich erheblich vom Geheul des unbeliebten Bullenautos. Ein fremder Laut lässt mir so lange keine Ruhe, bis ich seine Ursache kenne. Dann springe ich vom Bett auf, schaue aus dem Fenster, um das Geräusch einzuordnen«, schreibt Harald Poschner über seinen Knastalltag.
Die zugleich schockierende und berührende Autobiografie eines Mannes, der dreißig seiner vierzig Lebensjahre in Heimen, Jugendstrafanstalten und Gefängnissen verbracht hat, zeigt ein Leben am Rand der Gesellschaft. Das von Katrin Rohnstock herausgegebene Buch »Türen ohne Klinke« lässt einen Totschläger zu Wort kommen, der zeigt, dass »die meisten Dinge im Leben nicht nur schwarz oder weiß sind, sondern facettenreich«. Ein aufrüttelndes Buch, das ein ebenso faszinierendes wie erschütterndes Schicksal präsentiert.
»Es ist ein Leben das schockiert. Ein Leben, das beherrscht ist von Drogen und Einbrüchen, von Heimen und Knast. Harald Poschner weiß, dass dieses Leben befremdlich erscheint. Ihm selbst nicht. Es ist ein interessantes Buch, dass man nicht mehr weglegen möchte, spannend wie ein guter Krimi.«
Frankfurter Neue Presse
»Das Buch gibt seiner Biografie einen Sinn. Der Text spiegelt einen wesentlichen Teil des Prozesses seiner Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben wider.«
Nassauische Neue Presse
»Harald Poschner hat einen ungewöhnlichen Weg gewählt, um sein Leben aufzuarbeiten: Er schrieb seine Biografie, redet offen über sein verkorkstes Leben. ›Kein Leben mit dem man angeben kann‹, sagt der kleine Mann mit dem Bürstenschnitt selbstkritisch. ›Früher dachte ich immer, ich sei ein Unikum, aber hier haben viele dieselbe Geschichte.‹«
Express Köln
»Inhaltlich interessant an diesem Buch ist, mit welchen Instrumentarien die Gesellschaft notorisch Straffälligen hilflos begegnet und wie das Leben des Häftlings aus eigener Perspektive aussieht.«
www.berlinkriminell.de
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Erschienen bei:
Schwarzkopf & Schwarzkopf
ISBN 978-3896027566