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Herbert Lebram
Im Versteck
Der Berliner Jude Herbert Lebram erinnert sich an die Zeit vor 1945
Bearbeitet von Michael Lennackers
Ein Zwiespalt prägt die Memoiren des Herbert Lebram, die er Mitte der achtziger Jahre schrieb.
Als seine Tochter Irene die Erinnerungen las, wusste sie, dass hier nicht nur für die Familie Bedeutsames, sondern Zeitgeschichte festgehalten ist. Sie wandte sich an Rohnstock Biografien. Mit Unterstützung des Autobiografikers Michael Lennackers entstand aus den Aufzeichnungen eine packende Erzählung – weit mehr als ein üblicher Zeitzeugenbericht.
Als Kind einer wohlhabenden deutsch-jüdischen Familie wird Herbert Lebram 1901 in Berlin geboren, er wächst in leidenschaftlichem Patriotismus für das Kaiserreich auf. Viele seiner Verwandten begeistern sich für den Ersten Weltkrieg und sterben für ihr Vaterland. Umso mehr schockieren ihn die Verfolgung, Entwurzelung und der Alltag des Todes, die das Naziregime hervorbringt.
Am 7. Februar 1939 flüchtet er mit seiner Frau nach Amsterdam – die Habe in einem Schrankkoffer verpackt. Nach dem deutschen Überfall auf die Niederlande tauchen Herbert und Ursula Lebram in Alkmaar unter. Bis zur Befreiung der Niederlande leben sie im Versteck.
Nach Kriegsende beginnen sie in Amsterdam ein zweites Leben. Doch die Sehnsucht nach seiner Heimat verlässt Herbert Lebram nie. Eine Heimat, die es nicht mehr gibt. Deshalb versucht er, im Alter sein verlorenes Leben schreibend zurückzugewinnen. Ein anrührendes Zeugnis jüdischer Schicksalswege.
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Erschienen bei:
Verlag Barbara Budrich
Rohnstock Biografien, Band 1
ISBN 978-3866491847