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Benny Balu
Immer auf Achse
Seine Kindheit verlief alles andere als geborgen und beschaulich. Gegen Kriegsende flieht er als kleiner Wurm zusammen mit Mutter und Bruder aus Berlin in die kärgliche Bergwelt Tirols, um wenig später in seine in Trümmern liegende Heimatstadt zurückzukehren.
Von der Mutter mehrmals fast zu Tode geprügelt und dazu mit immer neuen, abenteuerlichen Aufgaben betraut – lässt sich Benny weder unterkriegen, noch seines Humors berauben. "Ziege hüten und Prügel abfassen" – charakterisiert er die Hauptbeschäftigungen seiner Kindheit in der ihm eigenen, lakonischen Art.
Schon bald erkennt er seine Liebe zu allem, was Räder hat und zu "Schnupps", seiner Frau. In Ostberlin fährt er zunächst Möbel und Kohlen, später chauffiert er ein Taxi. Während seiner Zeit als "Braver Soldat" vertraut man ihm einen Militärlaster an. Egal, was oder wen er fährt – stets weiß er von haarsträubendsten Abenteuern zu berichten.
Und er kann zupacken. Auch von der sozialistischen Mangelwirtschaft lässt er sich nicht abhalten, mit einer Handvoll Werkzeug ein mehr als baufälliges Haus auf Vordermann zu bringen. Als endlich alles steht, erträgt er die Enge seines "Sozialistischen Vaterlandes" nicht länger und zieht nach mehrjährigem Behördenslalom in den Westteil der Stadt.
Hier verdient er als Busfahrer die Brötchen für sich und seine Familie. Nach dem Fall der Mauer steuert er den ersten Doppeldecker über die soeben wieder geöffnete Glienicker Brücke.
Benny Balu nimmt kein Blatt vor den Mund. Mit Herz und Schnauze erzählt er seinen "Etwas ungewöhnlichen Lebensweg eines Berliners in einer etwas ungewöhnlichen Zeit."
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