Autobiografiker

Autobiografiker sind erfahrene Autoren – versierte Geschichtenverfasser, die im Auftrag von Rohnstock Biografien Lebenswege flüssig und spannend zu lesen aufschreiben. Mehr als 300 Autobiografien haben Rohnstocks Autoren seit der Firmengründung 1998 zu Papier gebracht.

Unsere Autobiografiker sind studierte Journalisten, Literaturwissenschaftler und Historiker. Sie sind spezialisiert auf das Schreiben lebensgeschichtlicher Erinnerungen. Der Autobiografiker nimmt die Position des Erzählers ein, schlüpft in dessen Erinnerungshaltung und verfasst ein Buch, das den Eindruck erweckt, der Erzähler hätte es selbst geschrieben.

Jeder Autobiografiker wurde an der Rohnstock-Erzählakademie aus- und weitergebildet. Hier erhielt er unser bewährtes Know-how und die nötige Erfahrung, um den persönlichen Ton eines anderen Menschen zu treffen und dessen Biografie nach individuellen Wünschen zu verfassen. Die besondere Qualifikation des Autobiografikers, nach der speziellen Rohnstock-Methode zu arbeiten, ist entsprechend zertifiziert.

Unsere Kunden können sich bei jedem Autobiografiker auf einen freundlichen, diskreten und professionellen Umgang verlassen. Dank unseres großen Pools qualifizierter Autobiografiker und Autobiografikerinnen im gesamten deutschsprachigen Raum können wir jedem Kunden den passenden Autor an seiner Seite bieten. Gern kommt diese oder dieser auch zu Ihnen.



Timo Piecha

Unser Autobiografiker in Berlin

Eine Lebensgeschichte aufzuschreiben bedeutet für mich, mit dem Vertrauen des Erzählers beschenkt zu werden.
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Sabine Tjørnelund

Unsere Autobiografikerin in Bielefeld

Eine Lebensgeschichte aufzuschreiben bedeutet für mich, sich gemeinsam mit dem Erzähler auf eine spannende Reise zu begeben.
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Dr. Stefan Kappner

Unser Autobiografiker in Idstein

Eine Lebensgeschichte aufzuschreiben bedeutet für mich, die Einzigartigkeit eines Menschen und seiner Erfahrungen zu würdigen.
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Dietmar Bender

Unser Autobiografiker in Berlin

Eine Lebensgeschichte aufzuschreiben bedeutet für mich, jeder Geschichte in ihrer Einzigartigkeit Zeit und Bedachtsamkeit zu widmen.
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Mit einem Projekt sind Katrin Rohnstock und ihre Autoren oft mehr als ein Jahr beschäftigt: Die Autoren müssen Fragen stellen, um eine Geschichte zu vervollständigen und Widersprüche auflösen.
Sie dürfen sich aber nicht zu stark einmischen und müssen dem Drang widerstehen, bestimmte Aspekte nach eigenem Ermessen betonen zu wollen. Denn alleine die Erzähler bestimmen, was in ihr Buch gehört.
Deutschlandradio Wissen, März 2011

Rosita Müller

Unsere Autobiografikerin in Rehfelde

Eine Lebensgeschichte aufzuschreiben bedeutet für mich, eine große Arbeit mit Sorgfalt zu leisten.
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Claudia Rößger

Unsere Autobiografikerin in Berlin

Eine Lebensgeschichte aufzuschreiben bedeutet für mich, eine private Schatztruhe zu durchstöbern und zu sortieren.
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Ralf Döscher

Unser Autobiografiker in Frankfurt (Oder)

Eine Lebensgeschichte aufzuschreiben bedeutet für mich, die kleinen Geschichten zur ‚großen Geschichte‘ aufzuspüren.
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Solange es kein „Denkarium“ wie bei Harry Potter gibt, bleibt es emotionale Schwerstarbeit, sich richtig in die Gefühls- und Erlebniswelt der Erzähler hineinzuversetzen. „Nur, wenn der Kunde das Gefühl hat, er hätte den Text selbst geschrieben, ist er zufrieden“, sagt Katrin Rohnstock.
Berliner Zeitung, Dezember 2005

Frank Nussbücker

Unser Autobiografiker in Berlin

Die Erzählungen meiner Großmutter gehören zu meinen schönsten Erinnerungen. Die Neugier auf Geschichten begleitet mich bis heute.
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Aus den Erlebnissen und Erfahrungen von zunächst einmal fremden Menschen eine Geschichte zu machen, die auch für andere lesenswert ist, setzt Fähigkeiten voraus, die nicht jeder hat.
Bayern 2, März 2012

Ralf Pasch

Unser Autobiografiker in Kassel

Eine Lebensgeschichte aufzuschreiben bedeutet für mich, gemeinsam mit dem Erzähler ein Abenteuer zu bestehen.
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Timo Piecha

Autobiografiker Timo PiechaUnd plötzlich war es zu spät. Wie gerne hätte ich gewusst wie die Kindheitsstreiche meines Vaters ausgingen. Wie sah die oberschlesische Bergwerk-Siedlung aus, in der er aufwuchs? Woher stammte sein künstlerisches Talent? Warum malte er nach dem Krieg keine Bilder mehr? Mit seinem Tod blieben alle meine Fragen für immer unbeantwortet. Dieser persönliche Verlust brachte mich zum Schreiben von Biografien für andere Menschen.

Nach einer Jugend auf dem Land lebte ich in Brüssel, Frankfurt am Main und wohne nun in Berlin. Als PR-Fachmann durfte ich mit Menschen aus mehr als zwölf Nationen zusammenarbeiten und erlernte das Wesentliche für das Schreiben: das Zuhören als Grundlage für Empathie und menschlichen Respekt. Denn nur wer versteht, schreibt verständlich.

Zu meinem Handwerkszeug gehören eine journalistische Ausbildung, mehrjährige Erfahrung als Autobiografiker, die Weiterbildung in therapeutischer Biografiearbeit und zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter. Mit Lebensgeschichten kenne ich mich also aus.

Bereichert durch eine Familie mit zwei Töchtern sowie vielfältige menschliche Begegnungen fühle ich mich reif und erfahren genug, auch Ihre Geschichten zu hören und in Ihr Buch des Lebens zu verwandeln.

Sabine Tjørnelund

Autobiografikerin Sabine TjørnelundEs sind immer die Menschen, die eine Stadt, ein Unternehmen oder die Familie prägen.

Sabine Tjørnelund ist ausgebildete Journalistin, Texterin und Biografin. Sie arbeitet für Unternehmen, Agenturen sowie diverse Zeitschriften und unterstützt Menschen dabei, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Sie lebt mit ihrem Mann in Bielefeld.

Nach ihrem Studium und Volontariat arbeitete sie viele Jahre als Journalistin in Brasilien und Dänemark. Zehn Jahre war sie als PR-Redakteurin und Texterin für die Kommunikationsagentur Scholz & Friends Düsseldorf tätig. Sie verfasst für diverse Kunden (Unternehmen, Verbände, Kommunen, Einzelpersonen) Porträts, zeitgeschichtliche Aufarbeitungen sowie Firmen- und Familiengeschichten.

Geschichten faszinieren Sabine Tjørnelund bereits seit ihrer Kindheit:
„Meine Großmutter zog mich regelmäßig in ihren Bann, wenn sie zum Beispiel über ihre ‚Hamstertouren‘ nach dem Krieg berichtete, um ihre Familie mit acht Kindern zu ernähren. Später im Studium der Geschichte waren es wieder die Menschen und ihre Geschichten, die mich am meisten interessierten. Und auch als Journalistin suche ich am liebsten nach den Geschichten, die mir die Menschen zu Anlässen und Ereignissen erzählen können. Ob Lebensgeschichte einer alleinerziehenden Verkäuferin in der Nachkriegszeit, der Aufstieg eines Bergmanns zum Unternehmer, die Erinnerungen von Mitarbeitern eines Betriebes anlässlich eines Firmenjubiläums – all diese Geschichten sind es wert, sie aufzuschreiben und zu bewahren.“

Dr. Stefan Kappner

Autobiografiker Dr. Stefan KappnerIch wurde 1968 in Speyer am Rhein geboren, wuchs auf als „Pälzer Bub“ und genoss die Einführung ins Hochdeutsche, die ich im Gymnasium erhielt: Sprache und Literatur erlebte ich als Tor zur Welt.

So ist es bis heute. Nach dem Abitur studierte ich in Mainz, Dijon, Jena und Magdeburg (denn nach der Wende wollte ich auch das „andere Deutschland“ kennenlernen). Ich befasste mich mit der mathematischen Naturwissenschaft (Physik) ebenso wie mit einem weiten Spektrum geisteswissenschaftlicher Themen und erwarb einen Doktorgrad im Fach Philosophie. Mit meiner Frau und meiner allmählich größer werdenden Familie (3 Töchter!) zog ich ins Rhein-Main-Gebiet. Ich arbeitete einige Jahre als Physik-Dozent in einer privaten Fachhochschule, während ich gleichzeitig mit dem Schreiben begann und endlich meine wichtigste Begabung und eigentliche Berufung entdeckte: Zuhören und Bücher machen.

Wir weben unser Leben in Geschichten. In den kleinen Geschichten des Alltags, wenn die Kinder von der Schule erzählen und die Eltern von früher. Und in den „großen“ Geschichten, die wir aufschreiben und lesen: Biografien, Autobiografien, Firmengeschichten. Hier läuft alles zusammen: Zufälliges und Wesentliches, Leistung und Gnade. Worauf es ankommt, damit die Erzählung vom eigenen Leben gelingt, ist Ehrlichkeit, und die richtige Auswahl. Seit 2004 arbeite ich als Autobiografiker für Rohnstock Biografien, und bin stets auf Neue davon fasziniert, wie sich aus Gesprächen , Bildern und Ideen ein Werk entwickelt, mit dem alle zufrieden sein können.

Nach vielen Privatbiografien, die im privaten Raum der Familien verbleiben, schreibe ich heute vor allem Lebens- und Firmengeschichten, die für eine Veröffentlichung vorgesehen sind, zuletzt erschienen die „Hennigsdorfer Stadtgeschichte(n)“ (2011) und die Biografie „Kurt Scheidler. Arzt mit sozialer Verantwortung“ (2014). Meine Erfahrungen als Schreibdozent für vorwiegend ältere Menschen gebe ich im Praxisratgeber „Schreibend erzählen: Biografiearbeit mit Senioren und Demenzkranken“ (2015) weiter.

Dietmar Bender

Autobiografiker Dietmar BenderAls ich neunzehn war, erfuhr ich per Telefon vom plötzlichen Tod meiner achtzigjährigen Großmutter. Sie war das Sinnbild einer großherzigen und vitalen alten Frau, gleich einer weißhaarigen russischen Babuschka. Ich liebte sie, wusste aber nicht viel über ihr Leben, wie mir erst nach ihrem Tod bewusst wurde. Mir schien die Zeit noch nicht reif, sich Zeit zu nehmen.

Wenn ich heute für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen durch Berlin und Brandenburg fahre, um in Porträts oder Reportagen über die Menschen der Region zu schreiben, begegnen mir viele Ältere, von der Künstlerin bis zum Handwerksmeister, vom Landwirt bis zur Kneipen-Frau. Sie nehmen sich Zeit zum Erzählen. Doch selten reicht sie, die Zeit – fürs Zuhören: Zwei, drei Stunden sind schnell vorüber.

Was bleibt? Das immer wiederkehrende Erlebnis einer besonderen Begegnung, eines kurzen biografischen Blickes in das Leben eines Menschen – interessant in seiner Einzigartigkeit. Ein »normales« Leben gibt es nicht.

Seit dem Tag, als ich von den »Büchern des Lebens« aus dem Hause Rohnstock hörte und erfuhr, wie sensibel und bedachtsam man hier mit Lebensgeschichten und der Zeit umgeht, widme ich mich dieser besonderen Form, Biografien zu bewahren.

Rosita Müller

Autobiografikerin RositaLebensgeschichten aufzuschreiben ist für mich eine sinnvolle Arbeit und die schönste, die ich in meinem Berufsleben kennen gelernt habe. Ein besonderes BUCH DES LEBENS stellte ich im Mai 2005 fertig. Es war mein erstes „eigenes“ Buch und zugleich der hundertste Band in der Bibliothek der Lebensgeschichten von ROHNSTOCK BIOGRAFIEN – Dagmar Dörr: Einmal zurück bringt Glück.

Seitdem fasziniert es mich, den Biografien anderer Menschen nachzuspüren, Lebensgeschichten zu hören und aufzuschreiben oder bereits Aufgeschriebenes zu bearbeiten und schließlich einen ganzen Lebensbogen samt Einsichten und Erfahrungen in einem Buch für Nachkommen, Freunde, Kollegen oder gar die Öffentlichkeit zu bewahren.

Alles, was man dafür können muss, habe ich gelernt: Germanistik studiert, als Redakteurin in namhaften Verlagen Texte bearbeitet und geschrieben. Als Pressedokumentarin große Mengen von Daten, Dokumenten und Bildern zusammengestellt. Schließlich die Ausbildung zur Autobiografikerin absolviert und erlernt, wie man das Leben eines anderen Menschen aus dessen eigener Sicht aufschreiben kann.

Studiert habe ich an der Berliner Humboldt-Universität. Viele Jahre lebte ich danach mit meiner Familie in Berlin. Später im Norden direkt an der Küste, in Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein. Drei Jahre widmete ich meiner Mutter, die ich bis zu ihrem Tod in unserem Haus am Meer pflegte. In dieser Zeit schrieb ich auf, was ich mit ihr erlebte und Geschichten, die sie in ihren letzten Jahren erzählte. Diese intensive Erfahrung führte mich zu meiner Arbeit als Autobiografikerin.

Inzwischen bin ich zurückgekehrt in die Nähe von Berlin, nach Brandenburg. Bewahrenswerte Lebensgeschichten gibt es überall. Ich freue mich auf jede und die Menschen, die sie wertschätzen.

Claudia Rößger

Autobiografikerin Claudia RößgerAls Kind verbrachte ich die Ferien und Wochenenden auf dem Bauernhof meiner Großeltern in Thüringen. Überall stieß ich auf Geheimnisvolles: Schubkarren, Werkzeuge, alte Möbel und Fotos… Ich stellte viele Fragen nach der Vergangenheit und bekam meist nur knappe Antworten. Für Bauern gab es einfach Wichtigeres zu tun. Die Fantasie aber spann den Faden weiter und manchmal schrieb ich einer Freundin diese Geschichten.

Später, in den 1980er Jahren der ehemaligen DDR, erlernte ich das Handwerk der Schuhmacherei. Auch hier erfuhr ich viele interessante Dinge im Zusammenhang mit diesem uralten Gewerk, die immer mit Menschen, ihren Wünschen und Bedürfnissen zu tun hatten. Mein Studium an der Technischen Universität Chemnitz (früher Karl-Marx-Stadt) schloss ich kurz vor der Wende, 1988, ab. Inzwischen war meine Tochter drei Jahre alt. Die Zeit, Geschichten zu schreiben, war längst vorbei. Doch auch in den wenigen Jahren, die ich noch in der Entwicklungsabteilung eines großen Damenschuhbetriebes in Erfurt arbeitete, lauschte ich gern älteren Kollegen, wenn sie persönliche Episoden zum Besten gaben. Doch bald gab es die Schuhfabrik nicht mehr.

1992 machte ich meine Leidenschaft zum Beruf und wechselte in die Welt der Medien. Ob ich den Werdegang eines alteingesessenen Handwerksunternehmens in Firmenvideos verpackte oder als Porträt für die Zeitung schrieb, ob ich für das Regionalfernsehen Reportagen und Porträts erstellte oder für eine Talkshow die Protagonisten suchte – immer ging es um persönliche Geschichten, die mit einem Schwerpunkt in ein kurzes Zeitfenster oder wenige Zeilen passen müssen. Oft dachte ich bei mir „Wie schade, das reicht doch für ein ganzes Buch…“.

Vor einigen Jahren fand ich Rohnstock Biografien. Wenn ich auch bis heute vorwiegend journalistisch arbeite, empfinde ich das Schreiben von Autobiografien als etwas ganz Besonderes. Denn indem mir jemand sein Leben erzählt, schenkt er mir das Vertrauen, dass ich sorgsam und respektvoll mit jedem seiner Worte umgehe. Und indem ich das tue, schreibt wieder ein Mensch ein Stück Geschichte für die Nachwelt.
Die Zeit vergeht meist wie im Flug, wenn ich an einer Autobiografie arbeite, denn es ist immer eine anspruchsvolle und interessante Sache. Und oft denke ich an meine eigene Familie, vor allem an die Großeltern, deren Geschichte ich – wenn auch nur in Kurzform – im Herzen habe.

Ralf Döscher

Autobiografiker Ralf Döscher1960 in Erfurt geboren, erlebte ich nach einer kurzen Station in Dessau meine Kindheit und Jugend in Strausberg, wo ich zur Schule ging und mein Abitur ablegte. Ich studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete mehr als ein Jahrzehnt als Reporter und Redakteur für eine Tageszeitung. 1997 wurde ich freiberuflich tätig. Nach einem längeren Ausflug in die freie Wirtschaft kehrte ich Ende 2010 in den alten Journalisten-Beruf zurück und fand zugleich Aufnahme als Autor bei Rohnstock Biografien.

„Wo es kein Geheimnis gibt, gibt es keine Wahrheit.“ Dieser Satz des jungen Bertolt Brecht, 1921 ins Tagebuch notiert, geht mir häufig durch den Kopf. Eine erste Ahnung davon bekam ich am Tisch meiner Großeltern in Sachsen, als ich gemeinsam mit meinem Bruder ihren Erzählungen zuhörte. Gebannt lauschten wir Kinder den heiteren Anekdoten wie auch bitteren Geschichten von „damals“. Vor uns erstand das schöne alte Dresden. Ebenso erfuhren wir vom Untergang der Stadt und Stück für Stück „wie es wirklich war“ – in Krieg und Nachkrieg.

Was blieb, war meine Neugier auf die kleinen Geschichten zur „großen Geschichte“, zumal, wenn ich interessanten Menschen begegnete. „Interessant“ wurden für mich in meinem späteren journalistischen Berufsleben nicht nur Menschen, weil sie als Politiker, Sportler oder in anderer Weise zu außergewöhnlicher Bekanntheit gelangten. Nein, die Geschichte der sogenannten kleinen Leute bringt nicht weniger achtenswerte Persönlichkeiten hervor, die Erstaunliches leisten. Jedes Leben ist einzigartig! Ich möchte daher des Lebens Fülle für nachkommende Generationen mit bewahren – in der einmaligen Form von Autobiografien. Dies empfinde ich als wunderbare Aufgabe.

An der Arbeit von Rohnstock-Biografien überzeugt mich, wie sorgsam, einfühlsam und gleichermaßen gründlich die Lebensgeschichte von Jedermann (und jeder Frau!) in die Form lesenswerter Bücher über das Leben gebracht wird. Die dabei entstehenden Autobiografien sind wahr, weil zutiefst authentisch und nicht ohne Geheimnis…

Frank Nussbücker

Autobiografiker Frank NussbückerGeboren 1967 in Jena, verbrachte ich meine Kindheit in einem kleinen Dorf in Thüringen. Schul- und Abiturzeit genoss ich in Oranienburg, seit 1988 lebe ich in Berlin-Prenzlauer Berg.

Die Dämmerstündchen mit meiner Großmutter, in denen sie mir Grimms Märchen, Geschichten aus dem Leben meiner Vorfahren oder der Bewohner unseres Dorfes näher brachte, gehören zu meinen frühesten und schönsten Kindheitserinnerungen. Das Interesse an Geschichten begleitet mich bis heute.

Seit 2001 arbeite ich als Autobiografiker bei ROHNSTOCK BIOGRAFIEN in Berlin. Ich liebe es, in diesem Beruf in die Lebensgeschichten anderer Menschen einzutauchen und diese für sie aufzuschreiben. Seit einiger Zeit gebe ich meine Berufserfahrungen zudem als Workshop-Leiter an Leute weiter, die den Beruf des Ghostwriters ergreifen möchten.

Ich schreibe vor allem Kurzprosa, lese in Cafés und auf Vorlesebühnen, veröffentliche in Zeitungen und Anthologien. 1999 erschien ein Band Erzählungen. Seit 2008 gebe ich die Kurzgeschichtenzeitschrift STORYATELLA heraus. Mehrere autobiografisch geprägte Buchveröffentlichungen unter eigenem Namen (111 Gründe, den 1. FC Union Berlin zu lieben“ (2013) „111 Gründe, Boxen zu lieben“ (2014), „111 Gründe, Unioner zu sein“ (2015).

Ralf Pasch

Autobiografiker Ralf PaschSchmalkalden ist eine kleine Stadt in Thüringen, die auch während der deutschen Teilung zur Landeskirche von Kurhessen-Waldeck gehörte, deren Bischof in Kassel sitzt. Ist es Zufall, dass ich 1967 in Schmalkalden geboren wurde und seit 1999 in Kassel lebe und arbeite? War es mir in die Wiege gelegt? Ich habe zu DDR-Zeiten die Schule besucht und eine Ausbildung zum Instandhaltungsmechaniker (Maschinenschlosser) mit Abitur absolviert.

Leidenschaft habe ich für Maschinen und Metall nie entwickeln können. Stattdessen für das Schreiben und Musizieren. Als sich 1990 die Südthüringer Zeitung gründete, habe ich dort volontiert und war dann Redakteur. Bis 1995. Seitdem bin ich freier Journalist. Parallel habe ich an einer Musikschule Unterricht in Gesang und Klavier genommen. Seit einigen Jahren schreibe und komponiere ich eigene Lieder. „Lebenslieder“ nannte ich ein Programm. Mir ist klar geworden, dass es wichtig ist, die eigenen Wurzeln zu kennen, um wachsen zu können.

Mein Großvater hinterließ eine Autobiografie: Erinnerung an die Kindheit, den II. Weltkrieg, die Kriegsgefangenschaft, das Leben im geteilten Deutschland. Von seinem Sohn hingegen, meinem Vater, weiß ich kaum etwas. Er starb, als ich sechs Jahre alt war. Schon jetzt beschäftigt mich die Frage, was ich meiner Tochter weiter geben werde.

„Lebenslinien“ zu verfolgen ist nicht nur Teil meines Lebens, sondern auch Inhalt meiner Arbeit geworden. Als Ostdeutscher, der im Westen lebt, interessieren mich deutsche Lebenswege – mit allen Brüchen, Irrungen und Wirrungen. Dabei ist es Herausforderung und Erfüllung zugleich, Menschen dabei zu helfen, ihre Lebensgeschichte zu erinnern und aufzuschreiben.

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