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Rohnstock Biografien

Die Germanistin Katrin Rohnstock arbeitet nach der Wende als Journalistin und Autorin in Berlin. 1997 erscheint in der BILD-Zeitung ein Artikel über sie und eines ihrer neuen Buchprojekte. Die Kassiererin von der Tankstelle, bei der Katrin Rohnstock immer tankt, liest diesen Beitrag und spricht die Porträtierte beim nächsten Mal neugierig an: »Ah, Sie sind also Schriftstellerin? Mein Vater hat so ein interessantes Leben. Würden Sie das in meinem Auftrag aufschreiben? Es ist für uns interessanter als das Leben von Lady Diana.« Über die unlängst verunglückte englische Prinzessin erscheinen gerade zahlreiche Biografien.
Katrin Rohnstock ist verdutzt über die Frage – und begeistert von der Idee: Promi-Ghostwriter gibt es viele, doch wer schreibt für Menschen wie »du und ich« die Geschichte auf? Ihres Wissens nach niemand. Deshalb entwickelt sie, gemeinsam mit Freunden aus der Marktforschung, diese Idee zur Geschäftsreife. Die Innovation: eine spezielle Methode der Interviewführung und des lebensgeschichtlichen Schreibens aus der Ich-Perspektive eines anderen Menschen.

Einige Beispiele

Katrin Rohnstock hat das Format Erzählsalon im Laufe der Jahre modifiziert. Gemeinsam mit dem Hotel Adlon veranstaltete sie 2005 zum 60. Jahrestag des Kriegsendes einen ›Exilsalon‹ mit emigrierten Juden, der auch als Hörbuch erschien.

Sie hat Ost-West-Salons initiiert, Runden mit jungen Migrantinnen und älteren Deutschen, mit Jungunternehmern und erfahrenen Wirtschaftslenkern oder den ›Prenzlauer Berg-Salon‹, gemeinsam mit dem Grünen-Stadtrat Jens-Holger Kirchner.

Der Ost-West-Erzählsalon

Die erfolgreiche gemeinsame Erzählsalon-Reihe »Ding sucht Geschichte«, die 2013 in Räumlichkeiten des Märkischen Museums stattfand, gab dem Stadtmuseum Berlin den Impuls zu einer weiteren Kooperation mit Rohnstock Biografien: Anlässlich der Ausstellung »West-Berlin, privat« lud das Museum uns im Februar 2014 ein , über unsere bewährte Veranstaltungsform »Ost-West-Salon« bei Bürgerinnen und Bürgern ihre Erinnerungen an die einstige »Insel im roten Meer« wachzurufen. 35 Ost- und Westberliner, Alteingesessene wie Zugezogene, erzählten einander ihre Anekdoten und Geschichten, darunter ehemalige Fluchthelfer, Grenzer, Pastoren und Angehörige aller Parteien.

25 Jahre nach Mauerfall spürte die Veranstaltung den besonderen Lebensbedingungen in der Halbstadt West-Berlin nach, in der immer andere Regeln galten als im Rest der alten Bundesrepublik. Ein Teilnehmer sagte nach der Veranstaltung: »Wir haben die Geschichte noch nicht gemeinsam aufgearbeitet, vielleicht ist der Erzählsalon die beste Form dafür.«

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