»Das Dorf lebt. Bewohner erzählen Geschichten aus Burgau«

Aus Anlass des 750-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums von Bur­gau hat die Autorin und Her­aus­ge­be­rin Kat­rin Rohn­stock die Geschich­ten ihres Hei­mat­dor­fes gesam­melt und auf­ge­schrie­ben. So wie einst die Gebrü­der Grimm ihre Mär­chen.

Kat­rin Rohn­stock (Hrsg.) 
und Rosi­ta Mül­ler
quar­tus-Ver­lag, Jena 2007
134 S., Preis: € 14,90
ISBN 978-3936455533

Her­aus­ge­ge­ben von Kat­rin Rohn­stock

Bur­gau ist ein klei­nes Dorf am Ran­de von Jena. Und obwohl es 1922 ein­ge­mein­det wur­de, ist Bur­gau ein eigen­stän­di­ger Orga­nis­mus geblie­ben. Sei­ne Bewoh­ner sind ein stol­zes Völk­chen, sie legen Wert dar­auf, Bur­gau­er zu sein. Sie sind stolz auf ihr Dorf, das lebt – trotz der zuneh­men­den Bebau­ung, trotz der Ein­kaufs­tem­pel. Obwohl es nur noch eine Knei­pe gibt, wäh­rend es frü­her vier waren, obwohl Kon­sum und Post feh­len und all die klei­nen Gewer­ke wie Bäcker und Flei­scher, ist die Dorf­ge­mein­schaft sta­bil. Hier zeigt sich die Kraft der Tra­di­ti­on.

Der Zusam­men­halt zwi­schen den Fami­li­en im Dorf exis­tiert nach wie vor. Die Gescheh­nis­se wer­den über das Erzäh­len wei­ter­ge­ge­ben – alle Geschich­ten sind mit­ein­an­der ver­floch­ten und erge­ben ein Bild des dörf­li­chen Zusam­men­le­bens, wie es sich über Genera­tio­nen ent­wi­ckel­te.

Das Ver­schwin­den der dörf­li­chen Lebens­wei­se wird all­ge­mein beklagt, doch die Dorf­ge­mein­schaft ist noch vor­han­den. Wenn man genau hin­schaut und hin­hört. Das Buch bekun­det dies auf ver­gnüg­li­che und besinn­li­che Wei­se.