Gemeinsam wohnen - aber wie?

Wie möch­te ich woh­nen? Wie viel Gemein­schaft­lich­keit und Gemein­sam­keit brau­che ich? Ist eine Genos­sen­schaft, ein Wohn­pro­jekt oder eine Bau­ge­mein­schaft das rich­ti­ge für mich?

Kooperationspartner: id22

Koope­ra­ti­ons­part­ner: id22

Ant­wor­ten auf Fra­gen wie die­se suchen oder haben vie­le. „Gemein­sam woh­nen – aber wie?“ lau­tet der Titel des Erzähl­sa­lons, zu dem Fir­men­in­ha­be­rin Kat­rin Rohn­stock gemein­sam mit Micha­el LaFond von der Initia­ti­ve „id22: expe­ri­ment­ci­ty“ lud.

Fünf­zehn „Suchen­de und längst Fün­di­ge“ – Künst­ler, Leh­rer, Archi­tek­ten, Stu­die­ren­de und Rent­ner – kamen, um in ent­spann­ter und gemüt­li­cher Atmo­sphä­re über per­sön­li­che Hin­ter­grün­de zu erzäh­len, Woh­ner­fah­run­gen aus­zu­tau­schen und ihre spe­zi­el­len Anlie­gen zu äußern.

Die einen neh­men aus rei­ner Neu­gier an der Run­de teil, die ande­ren lock­ten ganz kon­kre­te Wün­sche. „Gemein­schaft­li­ches Woh­nen gibt Halt in der heu­ti­gen Zeit“, erzählt Rai­ner Stolz, der nach zehn Jah­ren des Allein­le­bens auf der Suche nach einer neu­en Wohn­form ist. „Um den Zumu­tun­gen des pre­kä­ren Lebens ent­ge­gen­zu­wir­ken, lege ich mei­ne Hoff­nun­gen in For­men gemein­sa­men Woh­nens und Lebens.“ Des­halb wol­le er Gleich­ge­sinn­te ken­nen ler­nen – zum Bei­spiel Anna Schel­ler: Die Rent­ne­rin plant ein gemein­schaft­li­ches Bau­pro­jekt im Ber­li­ner Umland. „Nun möch­te ich Erfah­run­gen von ande­ren sam­meln, um Feh­ler zu ver­mei­den.“

Längst fün­dig gewor­den ist Til­man Wei­land, der als Archi­tekt und Feng-Shui-Bera­ter vie­le „Wohn-Akti­vis­ten“ bei der Rea­li­sie­rung ihrer Vor­ha­ben beglei­tet. Er weiß: „Vor­aus­set­zung für das Gelin­gen alter­na­ti­ver Wohn­for­men ist, dass man vor­her zusam­men­bringt, was man will und was man kann.“ Ob eine Gemein­schaft dann auf lan­ge Sicht funk­tio­nie­re, hän­ge ganz von gemein­sa­men inhalt­li­chen Nen­nern ab, so Wei­land. „Die prak­ti­sche Erfah­rung zeigt, dass klei­ne­re Pro­jek­te oft von grö­ße­rem Erfolg gekrönt sind.“

Initia­tor Micha­el LaFond ist zufrie­den mit dem ers­ten Stell­dich­ein der Suchen­den und Fün­di­gen.  „Die Zusam­men­set­zung des Erzähl­sa­lons ist eine reprä­sen­ta­ti­ve Mischung“, sagt der Stadt­pla­ner, der sich seit vie­len Jah­ren mit selbst orga­ni­sier­ten Wohn­pro­jek­ten beschäf­tigt. Sei­ne Initia­ti­ve „id22: expe­ri­ment­ci­ty“ kom­mu­ni­ziert durch Pro­jekt­bör­sen (EXPERIMENTDAYS), Inter­net­da­ten­ban­ken (WOHNPORTAL) und Publi­ka­tio­nen ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten für nach­hal­ti­ge, par­ti­zi­pa­ti­ve Wohn­pro­jek­te, dar­un­ter Genos­sen­schaf­ten und Bau­ge­mein­schaf­ten.

Zusam­men mit Kat­rin Rohn­stock – selbst erfah­ren im gemein­schaft­li­chen Woh­nen – ent­wi­ckel­te Micha­el LaFond die Idee, einen Erzähl­sa­lon auf­zu­bau­en, der sich an alle rich­tet, die nicht allein in anony­mer Nach­bar­schaft leben möch­ten. „Die rich­ti­ge WG zu fin­den ist genau­so schwie­rig wie eine Part­ner­schaft“, erläu­tert Kat­rin Rohn­stock den Zweck der Ver­an­stal­tung. Nach zwei wei­te­ren Ter­mi­nen am 14. April und 16. Juni, die eben­falls bei Rohn­stock Bio­gra­fi­en statt­fin­den, pla­nen die bei­den Initia­to­ren eine Fort­set­zung der Salon­rei­he – abwech­selnd in ver­schie­de­nen Ber­li­ner Wohn­pro­jek­ten. Die genau­en Orte und Zeit­punk­te ste­hen noch nicht fest.

Wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen der Rei­he „Gemein­sam woh­nen – aber wie?“:
14. April 2011 und 16. Juni 2011 (jew. 19-21 Uhr)
im Salon von Rohn­stock Bio­gra­fi­en,
Schön­hau­ser Allee 12 (Ein­gang Saar­brü­cker Str.)
10119 Ber­lin (U Sene­feld­erplatz)
Teil­nah­me­ge­bühr: 6 Euro / erm. 3 Euro
Anmel­dung unter Tel. (030) 47 37 23 08
oder per Mail an info@experimentcity.net