Geschichten über das Ur-Konzept der Treuhand

Am Anfang stand die Idee, das Volkseigentum unter den DDR-Bürgern gerecht zu verteilen - Rohnstock Biografien lädt Zeitzeugen zum Erfahrungsaustausch

Erzählsalon „Die DDR-Bürgerbewegung und die ursprüngliche Treuhand-Idee“ am 19. September, 18 Uhr

Ur-Konzept Treuhand
Ur-Kon­zept der Treu­hand: Vor­schlag zur Bil­dung einer »Treu­hand­an­stalt (Hol­ding) zur Wah­rung der Anteils­rech­te der Bür­ger mit DDR-Staats­bür­ger­schaft am ‚Volks­ei­gen­tum’ der DDR«.

Vor fast genau 30 Jah­ren, am 6. Okto­ber 1989 - noch vor dem Fall der Mau­er -, beschloss eine klei­ne Grup­pe Bür­ger­recht­ler auf einem Pots­da­mer Pri­vat­an­we­sen, die DDR vor dem Aus­ver­kauf zu ret­ten. Das Ende des SED-Staats, wie er bis dahin exis­tier­te, lag längst in der Luft. Die Idee, die damals in gesel­li­ger Run­de gebo­ren wur­de: die Grün­dung einer Super­be­hör­de, eine »Treu­hand­an­stalt«, die das Volks­ei­gen­tum der DDR-Bür­ger gerecht ver­tei­len soll­te. Dass es jedoch ganz anders kam und sich zum Teil west­deut­sche Kon­zer­ne das DDR-Volks­ei­gen­tum ein­ver­leib­ten, ist bekannt. 

Rohn­stock Bio­gra­fi­en lädt Zeit­zeu­gen zum Erfah­rungs­aus­tausch, die haut­nah dabei waren, als die Idee zur »ers­ten Treu­hand« geschmie­det und ver­sucht wur­de, die­se im Wirt­schafts­aus­schuss der Volks­kam­mer par­la­men­ta­risch vor­an­zu­trei­ben. Sie berich­ten aus ers­ter Hand, wie sie das Ur-Kon­zept einer DDR-Bür­ger-Treu­hand­an­stalt ent­wi­ckel­ten, wel­che Her­aus­for­de­run­gen sich stell­ten, und wor­an eine Umset­zung in ihrem Sin­ne letzt­lich schei­ter­te. Im zwei­ten Teil des Erzähl­sa­lons ist das Publi­kum ein­ge­la­den, eige­ne Erfah­rungs- und Erin­ne­rungs­ge­schich­ten ein­zu­brin­gen.

Auf dem Podi­um erzäh­len ihre Geschich­ten:

Dr. Gert Geb­hardt, DDR-Bür­ger­recht­ler, Minis­te­ri­al­di­ri­gent a.D. der Lan­des­re­gie­rung Bran­den­burg, heu­te Phy­si­ker für Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und Wand­lungs­dy­na­mik - er feil­te maß­geb­lich am Ur-Kon­zept der Treu­hand­an­stalt.

Gün­ter Noo­ke, DDR-Bür­ger­recht­ler, heu­te Per­sön­li­cher Afri­ka­be­auf­trag­ter der Bun­des­kanz­le­rin im Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit (BMZ) - er for­cier­te 1990 als Mit­glied der Frak­ti­on Bünd­nis 90/Grüne das Treu­hand-The­ma im Wirt­schafts­aus­schuss der Volks­kam­mer, gehör­te von Juli bis Okto­ber auch dem Ver­wal­tungs­rat der Treu­hand­an­stalt an.

Am Don­ners­tag, den 19. Sep­tem­ber 2019, um 18.00 Uhr
im Salon von Rohn­stock Bio­gra­fi­en, Schön­hau­ser Allee 12 (Ein­gang Saar­brü­cker Str.), 10119 Ber­lin (U Sene­feld­erplatz)

Ein­tritt: 10 Euro; wegen begrenz­ter Platz­ka­pa­zi­tät wird um Anmel­dung gebe­ten unter info@rohnstock-biografien.de oder tele­fo­nisch unter 030-40 50 43 30