Veröffentlichung
Familie unterm Roten Stern

Im Mittelpunkt des Buches steht Gesine Schreiber, von ihrem Vater liebevoll „Wuzi“ genannt. Die Tochter einer kommunistischen Familie erlebt schon früh Flucht und Entwurzelung: Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigriert die Familie über Kopenhagen und Helsinki in die Sowjetunion. Während der Vater zunächst für die Komintern arbeitet, gerät er zunehmend unter Druck des stalinistischen Systems. Für die Kinder wird das internationale Kinderheim in Iwanowo, rund 250 Kilometer von Moskau entfernt, zu einem seltenen Ort von Geborgenheit und Gemeinschaft – bis die Familie 1938 aus der Sowjetunion ins faschistische Deutschland zurückgeschickt wird. Den Vater sehen die Kinder am Moskauer Bahnhof zum letzten Mal. Später wird klar: Er wurde Opfer der stalinistischen Säuberungen.

14. Juni 2026, 11 bis 14 Uhr: Buchpremiere mit Zeitzeugen und Historiker

Eine Familiengeschichte zwischen kommunistischem Aufbruch, Exil und stalinistischem Terror steht im Mittelpunkt der Buchpremiere von „Familie unterm Roten Stern“. Zeitzeugin Gesine Schreiber erzählt anhand persönlicher Erinnerungen das Schicksal ihrer Familie, die vor den Nationalsozialisten in die Sowjetunion floh und dort selbst Opfer politischer Verfolgung wurde. Die Veranstaltung verbindet bewegende Lebensgeschichten mit einem wenig bekannten Kapitel deutsch-sowjetischer Geschichte. Zu Gast ist außerdem der Historiker und Stalinismusforscher Wladislaw Hedeler, der Einblicke in seine Recherchen in russischen Archiven gibt.

Ort: Salon von Rohnstock, Breite Straße 2 a, 13187 Berlin
Der Eintritt ist frei