ERZÄHLPROJEKTE
Erfahrungen an einen Tisch
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Wir konzipieren und realisieren innovative Erzählprojekte

Seit 2012 initiiert Rohnstock Biografien auf der Basis von Erzählsalons große Erzählprojekte – im Auftrag von Institutionen, Verbänden und Ministerien. In Erzählprojekten bringt Rohnstock Biografien Menschen sprichwörtlich an einen Tisch, damit sie einander ihre Geschichte erzählen. Das ist in vielen Situationen hilfreich: Zur Erkundung der Vergangenheit, zur Verständigung und zum Erfahrungsaustausch. Das gemeinschaftliche Erzählen und Zuhören baut Vorurteile ab und stiftet Gemeinschaft. Es kann Gräben überwinden helfen und Brücken schlagen zwischen verschiedenen Generationen, Kulturen und Milieus. Über Geschichten tauschen wir Bewältigungsstrategien aus und vermitteln, was uns antreibt: Ängste, Hoffnungen, Wünsche, Ideen.

 

Die Geschichten, die in den Erzählsalons erzählt werden, verschriftlichen wir und lassen sie von den Erzählenden autorisieren. Wir publizieren sie als Broschüre, Buch, e-Book oder Podcast. Dadurch werden wichtige Erfahrungen bewahrt und in die Zukunft transportiert.

Idee und Gründung

»Menschen sitzen zwei Stunden zusammen – etwa die Dauer eines gemeinsamen Essens – und erzählen einander. Das kommt aus der jüdischen Tradition. Man traf sich am Freitag nach dem Gottesdienst und jeder erzählte, was er in der Woche erlebte. Jeder kommt zu Wort. Und jeder hört die Geschichten der anderen, die mit am Tisch sitzen. Doch was erzählt man, wenn man die Erlebnisse einer Woche zusammenfasst? Etwas, das einen besonders erfreut, überrascht oder stolz gemacht hat – oder: eine Geschichte, die man noch nicht verarbeitet hat, die einen traurig, wütend oder verzweifelt macht. Im ersten Fall können die anderen staunen und von mir lernen, im zweiten Fall bekomme ich Unterstützung. Und das passierte in hunderten von Salons, die wir bereits an verschiedenen Orten durchgeführt haben. Man braucht gar nicht direkt um Hilfe bitten, man bekommt sie. Weil Menschen, die zuhören empathisch reagieren. Das funktioniert auch mit unterschiedlichen Generationen, Kulturen und Milieus.«

Auswahl unserer Erzählprojekte

»Wendeerfahrungen in der eigenen Familie«
Um zu erkunden, auf welch schicksalhafte Weise Gesellschaftsgeschichte in Familiengeschichte hineinspielt, hat Rohnstock Biografien 2022 in Jena das Generationen-Erzählprojekt »Wendeerfahrung in der eigenen Familie« initiiert. Gemeinsam mit dem Thüringer Archiv für Zeitgeschichte »Matthias Domaschk« kommen Großeltern, Eltern und Kinder in der Gemeinschaftsschule Wenigenjena zusammen, um gemeinschaftlich die Nachwende-Zeit zu erinnern und einschlägige Erfahrungen festzuhalten. Das Projekt soll anregen, Familienmitglieder verschiedener Generationen in den Austausch zu bringen und jene Schicksalsjahre vielschichtig zu betrachten.
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»Die Wende und die Treuhand-Erfahrungen in Großbreitenbach«
Ein Erzähl-Projekt mit dem Museums- und Heimatgeschichtsverein Großbreitenbach e.V. möchte die Zeit Anfang der 90er Jahre mit den Hoffnungen und Schwierigkeiten der Transformation in Großbreitenbach erkunden. Der erste Erzählsalon moderiert von Katrin Rohnstock findet am 20. Mai 2022 im Atelier des Thüriner. Wald Museums in Großbreitenbach um 18:30 statt. Ein weiterer Erzählsalon ist in Planung.
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»Erzählsalons im Deutschen Hygiene-Museum«
Das Deutsche Hygienemuseum Dresden sucht für sechs Erzählsalons Menschen, die ihre Geschichte erzählen und ihre Erfahrungen mit anderen Menschen teilen möchten. Gleich ob alt oder jung, mit oder ohne Migrationserfahrung, mit Wohnsitz von Goppeln bis Gorbitz. Der erste Erzählsalon „Meine Familiengeschichte“ fand am 3. Mai 2022 um 19 Uhr statt, in der »museumsKüche« in gemütlicher Atmosphäre bei Snacks und Getränken. Weitere Erzählsalons kreisen um die Themen „Religion und Tradition in meiner Familie“, „Wie ich nach Dresden kam“, um Kindheit und Jugend, Bildung und Arbeit.
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»Das Schicksal des Porzellanwerkes Kahla – Porzelliner erzählen ihre Wendegeschichte(n)«
Durch den Zusammenbruch ganzer Industrien verloren viele Ostdeutsche ihre Arbeit, erlebten existentielle Unsicherheit und die Abwertung ihrer Kompetenzen und Lebensleistungen. Auch das Porzellanwerk Kahla und deren Mitarbeiter und Familien waren davon betroffen. Sie erzählten von ihren Erfahrungen im Rathaussaal Kahla. Eingeladen waren Zuhörer:innen aus Kahla, dem Landkreis und ganz Thüringen.
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»Die unbeugsamen Alten der Stillen Straße 10«
Die Stille Straße 10 bleibt! »Rentner besetzen ihre Begegnungsstätte« – die Schlagzeile ging um die Welt. Die Alten probten den Aufstand. Sie wurden zu Hausbesetzern. Zehn Jahre ist es nun her, dass Senioren und Seniorinnen die Stille Straße 10 besetzt haben. Seitdem sind das Haus und seine Bewohner berühmt. Es ist zum Inbegriff geworden für das Recht älterer Menschen auf Kultur und Selbstbestimmung. Diese sensationelle Geschichte soll nun in einem Buch erscheinen, denn noch immer ist die Zukunft der Begegnungsstätte nicht geklärt.
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»30 Jahre Deutsche Einheit: Deine Geschichte – Unsere Zukunft. Digitale Erzählsalons.«
Wie erlebten (Ost-)Deutsche die Veränderungen nach der Wiedervereinigung? Wie prägt der Umbruch der Wendejahre das Leben noch heute? Und wie kann es im vereinten Deutschland weitergehen? Unser erstes großes digitales Erzählprojekt »30 Jahre Deutsche Einheit: Deine Geschichte – Unsere Zukunft« lud von Juni 2020 bis April 2021 Hunderte Menschen aus den neuen Bundesländern dazu ein, Erlebnisse und Erfahrungen zu erzählen: ungeschminkt und authentisch – in vierzig Digitalen Erzählsalons, die via YouTube Live gestreamt wurden und seither auf dem Videoportal abrufbar sind: als lebendiges Archiv der Wiedervereinigung.
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Abgeschlossene Erzählprojekte

»Kulturpalast Unterwellenborn: Aus Erinnerung Zukunft schmieden«
Drei Erzählsalons wurden in Kooperation mit dem Verein Kulturpalast Unterwellenborn e.V. von November 2019 bis Januar 2020 veranstaltet. Sie gaben Raum für die Erinnerungen der Menschen, die im Kulturhaus aktiv waren, die mit ihm aufgewachsen und in ihm kreativ geworden sind. Aus den Erzählungen entstand eine Broschüre.
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»Kunsthandwerk erzählt: Tradition und Innovation im Erzgebirge«
Das Erzählprojekt wurde 2019 in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Olbernhau und Umland auf die Beine gestellt. Es erkundete in mehreren Erzählsalons, wie die erzgebirgischen Betriebe entstanden, wie die Kunsthandwerker zu ihrem Gewerk kamen, welche Erfahrungen sie machten und welche Zukunft sie in ihrer Arbeit sehen.
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»Junge Unternehmerinnen und Unternehmer im Erzählsalon«
Das Ziel des Projekts bestand darin, älteren und jüngeren Unternehmerinnen und Unternehmern der Lausitz einen Raum zu eröffnen, um ihre persönlichen Geschichten zu erzählen und miteinander in Kontakt zu treten.
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»Handwerk erzählt«
Im Erzählprojekt »Handwerk erzählt« halfen wir, die Traditionen und Potenziale des Handwerks freizulegen. Dazu luden wir Menschen unterschiedlicher Generationen zu insgesamt dreißig Erzählsalons in Thüringen und Sachsen: Handwerksmeister, die Nachfolger brauchen, und (junge) Leute, die nach einem Berufsweg suchen und am Traditionsreichtum des Handwerks interessiert sind.
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»Erfahrungen und Potenziale an einen Tisch: Unternehmergespräche im LausitzLab«
"Unternehmergespräche im LausitzLab" war ein Erzählprojekt, das zwischen Februar 2017 und April 2018 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Lausitz an einen Tisch brachte, um sich über Möglichkeiten und Schwierigkeiten des Strukturwandels in der Lausitz auszutauschen und Branchen übergreifend zu vernetzen.
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»Wirtschaft erzählt«
Wirtschaftsgeschichte lebendig und spannend erzählen – das war der Anspruch des Erzählprojekts »Wirtschaft erzählt«, das von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wurde. Zwischen Mai 2018 und Februar 2019 luden wir ehemalige und derzeitige Wirtschaftskapitäne und Unternehmer sowie Branchenexperten zu Erzählsalons ein: Sie erzählten, wie sich die Arbeit und die Umbrüche in den jeweiligen Branchen gestalteten.
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»Lausitz an einen Tisch – Ein Projekt für den nachhaltigen Wandel«
Fünf Orte – hundert Geschichten: Im Erzählprojekt »Lausitz an einen Tisch« luden wir Bewohnerinnen und Bewohner der Lausitz ein, ihre Geschichten gemeinschaftlich zu teilen. In Erzählsalons erzählten sie über die Vergangenheit und Gegenwart ihrer Heimat – und über ihre Wünsche für die Zukunft.
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»Kindheit in Sachsen: Erinnerungen aus Riesa«
Großwerden, Aufwachsen, Kindsein in Riesa zwischen den zwanziger und siebziger Jahren – davon erzählen die Geschichten im Buch »Erinnerungen aus Riesa – Kindheit in Sachsen«, das wir gemeinsam mit der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung herausgegeben haben. Die Publikation, die im Mai 2019 erschien, entstand in Kooperation mit dem Riesaer Stadtmuseum. Gesammelt wurden die Geschichten zwischen November 2018 und Juni 2019 in Erzählsalons, die in und um Riesa stattfanden.
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