AKADEMIE
Wissen aus mehr als 20 Jahren

Lebensgeschichten hören und schreiben: Seit vielen Jahren geben die Dozenten der Rohnstock-Akademie das Know-how autobiografischen Ghostwritings in Seminaren weiter – an schreibaffine Menschen, die ihre Lebensgeschichte zu Papier bringen möchten, oder die mit dem Schreiben von Autobiografien ihren Lebensunterhalt verdienen wollen. Die Besten von ihnen schreiben als unsere Hausautoren. Sie verfassen Lebens-, Familien-, Firmen- und Ortsgeschichten für die Auftraggeber von Rohnstock Biografien. Ihre einzigartige Qualifikation befähigt sie, die Berufsbezeichnung »Autobiografikerin« bzw. »Autobiografiker« zu tragen.

Ihre Lernwege

Ich besuchte das Seminar 2018 in Großräschen. Insbesondere nehme ich mit, dass die Lebensgeschichte eines Menschen so geschrieben werden muss, dass der Erzähler/die Erzählerin sich letztlich damit identifizieren kann. Das ist leicht gesagt, aber in der Umsetzung enorm anspruchsvoll. Die Übungen und Textbeispiele haben mir sehr geholfen, diese Orientierung an der Identität, die der Erzähler/ die Erzählerin zu vermitteln bemüht ist, als wesentlichen Arbeitsschritt zu begreifen.

Werden Sie Autobiografiker:in

Autobiografiker sind hochspezialisierte Texter, die im Auftrag von Rohnstock Biografien Lebensgeschichten (auf-)schreiben. Über 400 Bücher haben Rohnstocks Autoren zu Papier gebracht. Die in mehr als 20 Jahren vervollkommnete Methodik geben wir alle zwei Jahre in einem zehntätigen Intensiv-Seminar an Autoren weiter, die ihre Erfahrungen im Schreiben eine neue Richtung geben oder eine weitere Komponente hinzufügen möchten.

 

Ihnen eröffnet die Teilnahme an dem Seminar neue Horizonte. In zehn Tagen werden die Grundlagen des lebensgeschichtlichen Zuhörens und Verfassens von autobiografischen Texten nach mündlichen Erzählungen vermittelt – sowohl auf der textlichen, syntaktischen, als auch morphologisch-grammatischen Ebene. Anschließend wird der Eleve beim Schreiben seines ersten Buchs von einem Mentor intensiv begleitet. Wenn Sie das Gesellenstück erfolgreich und zur Zufriedenheit des Kunden beendet haben, erhalten Sie das Zertifikat als Autobiografiker:in.

 

»Autobiografiker« ist eine eingetragene Marke von Rohnstock Biografien.

 

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Ich hatte mir gewünscht, dass ich nach diesem Seminar weiß, wie ich einen Erzählsalon durchführen kann – und der Wunsch hat sich erfüllt. Dieses Format kann ich jetzt ohne Probleme weiter ausprobieren. Dazu habe ich viele Ideen bekommen, schöne Themen und Anregungen.

Werden Sie Salonnière

Ein Erzählsalon wird auf eine sehr spezielle Weise moderiert. Die Leiterin eines Erzählsalons bezeichnen wir als Salonnière. Um einen Erzählsalon aufzubauen, zu führen und zu pflegen, ist besonderes Wissen notwendig. Die in fünfzehn Jahren gewonnenen praktischen Erfahrungen über Aufbau, Funktion und Wirkung von Erzählsalons hat Rohnstock Biografien systematisiert.

 

Im Seminar werden Sie selbst Teilnehmer eines Erzählsalons, um zu erfahren, was es bedeutet, in einer Gemeinschaft seine Geschichte zu erzählen und die Geschichten der anderen zu hören. Des weiteren arbeiten Sie die Unterschiede zwischen den verschiedenen erzählenden Veranstaltungsformaten wie Talkshow, Podiumsdiskussion, Erzählcafé heraus und lernen, wie unser Gedächtnis funktioniert und was unsere Erinnerungen animiert.

 

Das Seminar findet an 2 Wochenenden statt.

Institutionen können das Seminar auch komplett für eine Gruppe buchen. Es wurde bereits für Mitarbeiter von Mehrgenerationenhäusern, Pflegeheimen, Seniorenvertretungen und zur Regionalentwicklung gebucht.

 

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Das sagen andere über die Rohnstock Akademie

»Hier her kommt, wer sein Leben aufgeschrieben haben möchte«
In einem Altbau residiert das Unternehmen »Rohnstock Biografien«. Ein bürgerliches Treppenhaus, oben Holzparkett und Rattansessel, Salonatmosphäre. Hier kommt her, wer sein Leben erzählen und danach aufgeschrieben haben möchte und dafür ein Jahr Zeit und mindestens 10 000 Euro mitbringt. Und das sind viele, der erfolgreiche Gynäkologe genauso wie die resolute Kneipenwirtin oder der Mann, der nach dem Krieg aus Polen fliehen musste und erst fünfzig Jahre später seine Heimat wiedersah.
»Mit dem Erzählen schaffen wir uns unsere Identität«
Beim Erzählen vergegenwärtigen wir uns, was wir erlebt und welche Widerstände wir gemeistert haben. Wir stellen fest: Das ist beachtlich, was wir geschafft und bewältigt haben. Mit dem Erzählen schaffen wir uns unsere Identität. […] Wir haben über 300 Geschichten aufgeschrieben. Oft kommen die Kinder zu uns, um die Geschichte der Eltern in Auftrag zu geben.
»Als würde man einer Person eine zweite Haut weben«
Es ist anspruchsvoll, eine Lebensgeschichte so aufzuschreiben, dass sie dem, der sie erzählt hat, beim Lesen aus dem Herzen spricht. Es ist ja, als würde man einer Person eine zweite Haut weben. […] So ein Buch braucht eine Dramaturgie, die die Leser oft gar nicht wahrnehmen. Sie bemerken in der Regel nur, wenn es stockt, wenn es Wiederholungen oder Brüche gibt. Die meisten Menschen spüren beim Lesen, was eine gute Geschichte ist.
»Wandel in der Lausitz«
In Großräschen wird heute ein Buchprojekt über den Wandel in der Lausitz präsentiert. Initiatorin Katrin Rohnstock sprach seit Mitte 2015 mit Bewohnern der Region über ihre Heimat. Am Ende kamen 300 Geschichten von Menschen zwischen acht und 88 Jahren zusammen. Sie sind mit Fotos der Beteiligten in dem Buch »Lausitz. Lebensgeschichten einer Heimat« zusammengefasst.
»Strukturentwicklung durch Erzählen«
Wie können die Menschen vor Ort stärker in die Strukturentwicklung einbezogen werden, denn nur sie selbst sind in der Lage, ihre Region voranzubringen? Den Schlüssel dazu findet man über das Erzählen von Geschichten, über den Austausch von Alltagserlebnissen, weiß Katrin Rohnstock, Inhaberin von Rohnstock Biografien. ›In den kleinen Geschichten steckt die große Geschichte. Und die Identität der Erzähler sowie der Orte, in denen die Erzähler leben.‹
»Die Familiengeschichte für nachfolgende Generationen bewahren«
Katrin Rohnstock hat die Fähigkeit diese Geschichten zu Papier zu bringen und dennoch die eigentlichen Personen aus ihnen sprechen zu lassen. Daraus entstehen dann Bücher, in ganz unterschiedlicher Auflage - manchmal auch nur ein einziges, dass die Familiengeschichte für nachfolgende Generationen bewahrt.
»Pralle Erzählungen der Mitarbeiter«
Die niedrigste Auflage eines Buches (von Rohnstock Biografien) bestand aus fünf Exemplaren und bei der Jubiläumsausgabe der Berliner Stadtreinigung bekam jeder Mitarbeiter ein Buch, das der Firmenchefin sehr am Herzen liegt. Es kommen nur die Mitarbeiter zu Wort. Diese prallen Erzählungen ›der Müllis‹ haben es der lebenstüchtigen und lebenslustigen Germanistin Katrin Rohnstock angetan.
»Erfahrungen weitergeben«
Wenn der Senior offen erzählt, was er getan, wie er gehandelt hat und was ihm dabei widerfahren ist, wenn er also ehrlich erzählt, so gibt er über sein Lebenswerk auch Erfahrungen weiter. Er gibt weiter, wie er schwierige Situationen bewältigt hat. Das kann seine Enkel noch interessieren. Denn auch die werden immer wieder in Situationen kommen, die schwierig sind, und sie werden ihrem Großvater dankbar sein […].
»Ein Grundbedürfnis am Ende des Lebens«
Inzwischen hat sich ein richtiger Markt für das Schreiben dieser gewöhnlichen Lebensgeschichten entwickelt. […] ›Am Ende seines Lebens hat man so viele Erfahrungen gesammelt, dass es ein Grundbedürfnis ist, noch einmal zurückzuschauen‹, erklärt sich Rohnstock die Nachfrage – und zitiert dazu den Spruch: ›Leben kann man nur vorwärts, begreifen aber nur rückwärts.‹
»Geschichten, die auch für andere lesenswert sind«
[…] Katrin Rohnstock hatte die Lebenserinnerungen einer privaten Auftraggeberin niedergeschrieben und dann festgestellt, dass es genau für diese Arbeit der Dienstleistung eine große Nachfrage gibt. Inzwischen hat Frau Rohnstock ein vielköpfiges Team um sich geschart. […] Aus den Erlebnissen und Erfahrungen von zunächst einmal fremden Menschen eine Geschichte zu machen, die auch für andere lesenswert sind, setzt Fähigkeiten voraus, die nicht jeder hat.