Alles zu Karl Döring »EKO - Stahl für die DDR, Stahl für die Welt«

Der Amazon-Bestseller Nr. 1 in Deutsche Wirtschaftsgeschichte

Karl Doering EKO BuchcoverProf. Dr. Dr. Karl Döring, ehe­ma­li­ger Kom­bi­nats­di­rek­tor und Stahl­ma­na­ger, stell­te sei­ne im Sep­tem­ber 2015 erschie­ne­ne Bio­gra­fie »EKO - Stahl für die DDR, Stahl für die Welt« am 21.09.2015 zusam­men mit Minis­ter­prä­si­dent a.D. Man­fred Stol­pe im Stadt­ver­ord­ne­ten­saal des Rat­hau­ses Eisen­hüt­ten­stadt vor.

Das von Rohn­stock Bio­gra­fi­en ver­fass­te und her­aus­ge­ge­be­ne Buch (erschie­nen im Ver­lag edi­ti­on bero­li­na) ist ein außer­ge­wöhn­li­ches Zeug­nis deutsch-deut­scher Wirt­schafts­ge­schich­te. Karl Döring ist einer der Leucht­tür­me der „jün­ge­ren” DDR-Wirt­schafts­eli­te, weil er die Öffent­lich­keit nach der Wen­de nicht scheu­te. Erfolg­reich, streit­bar, wiss­be­gie­rig und doch den Grund­über­zeu­gun­gen treu geblie­ben.

Aktuelle Termine:

28.11.2016, 18 Uhr
„Was ler­nen wir aus der Ver­gan­gen­heit für die deutsch-rus­si­schen Bezie­hun­gen?”
Lesung und Dis­kus­si­on mit Karl Döring, Dr. Ser­gej Niki­tin, Lei­ter der Reprä­sen­tanz der Han­dels- und Indus­trie­kam­mer der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on in Deutsch­land, und Tat­ja­na Rja­di­ko­wa, rus­si­sche Unter­neh­me­rin in der Lau­sitz.
Mode­ra­ti­on: Wolf­ram Adol­phi, Jour­na­list
Café Sibyl­le, Karl-Marx-Allee 72, 10243 Ber­lin-Fried­richs­hain
Ein­tritt: 7 Euro, ermä­ßigt 5 Euro.

01.12.2016, 19 Uhr
Lesung und Dis­kus­si­on mit Karl Döring
Mode­ra­ti­on: Wolf­ram Adol­phi, Jour­na­list
„Rote Insel”, Feu­rig­s­tr. 68, 10827 Ber­lin-Schö­ne­berg
Ver­an­stal­ter: DIE LINKE Tem­pel­hof-Schö­ne­berg
Ein­tritt frei!


Stimmen zum Buch aus Politik und Wissenschaft

Die DDR war ein miss­lun­ge­nes Expe­ri­ment, doch es waren vier­zig Jah­re, die zu erfor­schen und zu beschrei­ben sich sehr wohl loh­nen. Ich hof­fe, dass die Zeit lang­sam reif ist, dies end­lich mit der nöti­gen Gelas­sen­heit und Gründ­lich­keit anzu­ge­hen. Dazu ist das Buch ein wich­ti­ger, sub­stan­ti­el­ler und ein sehr lesens­wer­ter Bei­trag. (…) Das Buch hat vie­le Facet­ten. Es lohnt sich, sich die Zeit zu neh­men, es zu lesen. Ich wün­sche mir, dass es dazu bei­trägt, dass wir die Geschichts­be­trach­tun­gen im eben beschrie­be­nen Sin­ne auf rea­lis­ti­sche Füße stel­len. Damit wir wirk­lich etwas davon ler­nen. Und nicht nur mit Vor­ur­tei­len agie­ren und sagen: das ist eine Geschich­te, die war von vorn­her­ein zum Schei­tern ver­ur­teilt, des­halb brau­chen wir uns nicht damit zu beschäf­ti­gen (…). So kom­men wir nicht zu rich­ti­gen Schluss­fol­ge­rung für unse­re gemein­sa­me Zukunft. Des­halb bin ich sehr dank­bar für das Buch.
Mat­thi­as Plat­z­eck, 2002-2013 Minis­ter­prä­si­dent von Bran­den­burg, am 21.1.16 bei einer Buch­vor­stel­lung im Rus­si­schen Haus der Wis­sen­schaft und Kul­tur in Ber­lin
Das Buch ist doku­men­tier­te Zeit­ge­schich­te’, sag­te Stol­pe im Saal der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung im Rat­haus, die bis auf den letz­ten Platz besetzt war. Der ehe­ma­li­ge Minis­ter­prä­si­dent geht sogar wei­ter: Es sei Pflicht­lek­tü­re, spä­ter wird er es ein Hand­buch der ost­deut­schen Wirt­schafts­ge­schich­te nen­nen, weil Eisen­hüt­ten­stadt exem­pla­risch für vie­le ande­re Städ­te im Osten Deutsch­lands steht. Wobei es eine streit­ba­re Pflicht­lek­tü­re ist, was bei dem Gegen­stand, der in wei­ten Tei­len des Buches beschrie­ben wird, gar nicht wei­ter ver­wun­der­lich ist: Es geht um die Trans­for­ma­ti­on des Eisen­hüt­ten­kom­bi­nats von der Plan- in die Markt­wirt­schaft.
Ich habe Hoch­ach­tung vor der Lebens­leis­tung Karl Dörings. Es gibt in unse­rem Leben vie­le Par­al­le­len. Wir haben gleich­lan­ge Hori­zon­te. Bei­de blie­ben wir unse­ren Über­zeu­gun­gen treu. Man darf die DDR-Wirt­schaft nicht auf zwei Voka­beln redu­zie­ren: maro­de – bank­rott. Das machen jene, die nicht dabei gewe­sen sind.
Das Buch unter­streicht, wie wich­tig Infor­ma­tio­nen über den Öko­no­mie­be­reich für die Beant­wor­tung der Fra­gen sind, war­um die DDR in den 80er Jah­ren unge­ach­tet der Bemü­hun­gen man­cher erfah­re­ner Wirt­schafts­funk­tio­nä­re deut­lich schwä­chel­te und war­um aus den vom west­deut­schen Bun­des­kanz­ler als Lohn für den Über­gang von der plan­wirt­schaft­li­chen zur markt­wirt­schaft­li­chen Regu­lie­rung, vom Staats- zum pri­vat­wirt­schaft­li­chen Eigen­tum ver­spro­che­nen ‚blü­hen­den Land­schaf­ten’ – ver­stan­den als Ergeb­nis eines rasch gelin­gen­den öko­no­mi­schen Auf­hol­pro­gramms – in den „neu­en Bun­des­län­dern” nichts wur­de; ja nichts wer­den konn­te. Dörings dies­be­züg­li­che Erleb­nis­se und im Buch nie­der­ge­schrie­be­ne Erkennt­nis­se sind für den Leser in mehr­fa­cher Hin­sicht auf­schluss­reich.

Karl Döring im Interview

… mit Eve­lyn Fin­ger von der ZEIT - erschie­nen am 24.9.2015.
… mit Han­nes Hof­mann von der Super­il­lu - erschie­nen am 3.10.2015.
… mit Andre­as Opper­mann vom rbb - aus­ge­strahlt am 18.8.2015.


Karl Döring und sein Buch im Pressespiegel

Mär­ki­sche Oder­zei­tung, 18.1.16:
„Döring schil­der­te, wie schwie­rig es war, EKO zu ret­ten, nach­dem das Unter­neh­men 1990 rund 200 Mil­lio­nen D-Mark Ver­lust ein­ge­fah­ren hat­te, weil die Ost-Märk­te auf­grund der D-Mark weg­ge­bro­chen waren. Sei­ne Mit­ar­beit im Treu­hand-Vor­stand und sei­ne guten per­sön­li­chen Kon­tak­te nach Russ­land und in die Ukrai­ne erwie­sen sich als Ret­tungs­an­ker für das Unter­neh­men, das den­noch mehr als die Hälf­te sei­ner Mit­ar­bei­ter ent­las­sen muss­te. Die Über­füh­rung eines volks­ei­ge­nen Betrie­bes, das nach Bilan­zen arbei­te­te, in ein markt­wirt­schaft­lich agie­ren­den Unter­neh­mens ‚war die größ­te Her­aus­for­de­rung mei­nes Lebens’, sagt der 78-Jäh­ri­ge“
Den gan­zen Bei­trag fin­den Sie hier.

Stutt­gar­ter Zei­tung, 19.10.2015:
„Nur weni­ge deut­sche Metall­ur­gie­ma­na­ger kön­nen auf eine ähn­lich schil­lern­de Kar­rie­re ver­wei­sen. Stets in lei­ten­der Posi­ti­on war er an den gro­ßen Gie­ße­rei­stand­or­ten der DDR tätig: Bran­den­burg, Rie­sa, Hen­nigs­dorf und vor allem Eisen­hüt­ten­stadt, wo er bis heu­te in der Werk­sied­lung lebt. Selbst als Vize­mi­nis­ter für Metall­ur­gie koor­di­nier­te er ab 1979 sechs Jah­re lang die Inves­ti­tio­nen und Inno­va­tio­nen der Bran­che. Zudem pro­mo­vier­te er noch zwei­mal. (…) Nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung wur­de aus dem Kom­bi­nats­di­rek­tor Döring mit SED-Par­tei­buch über Nacht der Vor­stands­vor­sit­zen­de der neu­en Eko Stahl AG. Bis 1995 stand der Sach­se damit wei­ter auf der Steu­er­brü­cke von EKO.
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Mär­ki­sche All­ge­mei­ne Zei­tung, 18.10.15:
„Mit­hin ist es ganz maß­geb­lich Dörings Wir­ken zu dan­ken, das EKO als eines von nur weni­gen der 137 zen­tral­ge­lei­te­ten DDR-Kom­bi­na­te eine sol­che Ent­wick­lung nahm. Heu­te gehört der Stand­ort als Arcelor­Mit­tal Eisen­hüt­ten­stadt GmbH zum gleich­na­mi­gen bel­gisch-indi­schen Stahl­im­pe­ri­um, dem größ­ten der Welt. Er mischt noch immer im Stahl­ge­schäft mit. Mit sei­ner Bera­tungs­fir­ma ‚Pro­jekt Con­sul­ting’ inten­si­vier­te er ab 2010 wie­der den Kon­takt gen Osten. Döring ist Ehren-Pro­fes­sor an sei­ner alten Mos­kau­er Hoch­schu­le. Bis heu­te sitzt er im Board of Direc­tors des rus­si­schen Stahl­kon­zerns Novo­li­petsk Steel – eine welt­wei­te Grup­pe mit 70 000 Beschäf­tig­ten.”
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Leip­zi­ger Volks­zei­tung, 12.10.15:
„Selbst wenn die Pro­duk­ti­on nicht heu­ti­gen Ren­ta­bi­li­täts­kri­te­ri­en genügt hät­te. Doch dass die DDR-Wirt­schaft durch und durch maro­de gewe­sen sei, hält Döring für eine „Deu­tung der Geschichts­sie­ger“. Zudem wehrt er sich gegen Vor­ur­tei­le, Gene­ral­di­rek­tor sei man nur auf­grund des Par­tei­bu­ches gewor­den. ‚Die Wirt­schafts­ka­pi­tä­ne waren hoch­qua­li­fi­zier­te Fach­leu­te’, beteu­ert er. ‚Und für alles war ich allein ver­ant­wort­lich’, fügt er hin­zu – bei 3800 DDRMark Gehalt im Monat. Man habe sich dann nicht, wenn etwas dane­ben­ging, ‚gegen­sei­tig die Schuld zuschie­ben kön­nen wie heu­te die Thys­sen-Vor­stän­de …‘”

Tages­spie­gel 3.10.15:
„Döring zitiert den Papst, der ‚das Wirt­schafts­sys­tem gei­ßelt, unter dem die Mensch­heit lei­det’, der Dalai Lama befin­det, dass die Men­schen heu­te die Skla­ven des Gel­des sei­en. Jeden­falls: ‚Die bei­den Öko­no­mi­en, die wir erlebt haben, sind nicht zukunfts­träch­tig’. Jeder habe das Recht auf sozia­le Sicher­heit und Arbeit, sagt die Uno-Char­ta von 1966, aber das funk­tio­niert nicht. Des­halb gehö­re die Schlüs­sel­in­dus­trie zum Eigen­tum des Staa­tes, und die Wirt­schafts­zwei­ge der Daseins­für­sor­ge dür­fen nicht dazu benutzt wer­den, Gewinn zu erwirt­schaf­ten.“
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Super­il­lu, 1.10.2015:
„Karl Döring bie­tet zum Ver­ständ­nis an: ‚Die Treu­hand hat es nicht geschafft, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit mög­lichst vie­ler Unter­neh­men her­zu­stel­len. Was dabei den Umstän­den geschul­det und was Absicht war, maße ich mir nicht an auf­zu­rech­nen.’ Für Döring ist klar, „dass natür­lich West-Treu­hän­der ihren West-Freun­den näher­stan­den als uns hier im Osten. Allein im EKO-Fall weiß ich, dass alle füh­ren­den West­stahl­fir­men uns am liebs­ten eher heu­te als mor­gen dicht­ge­macht hät­ten, um die Kon­kur­renz los zu sein.’ (…). Und wider nost­al­gi­sche Heul­meie­rei schätzt Karl Döring, ganz Mana­ger, den Lauf der Geschich­te der DDR-Wirt­schaft so ein: ‚Es genügt nicht, im Rah­men des Rats für gegen­sei­ti­ge Wirt­schafts­hil­fe immer Klas­sen­bes­ter gewe­sen zu sein, wenn die Klas­se ins­ge­samt nicht ver­setzt wer­den kann.‘”

Mär­ki­sche Oder­zei­tung, 12.9.2015:
„Döring, inzwi­schen 78 Jah­re alt, beschreibt minu­ti­ös, wie er und ande­re das Werk nach der Wen­de unter gro­ßen Schmer­zen fit für die Markt­wirt­schaft mach­ten, wie er es als über­zeug­ter Anhän­ger einer sozia­lis­ti­schen Wer­te­ord­nung kaum ertrug, die Zahl der EKO-Beschäf­tig­ten von knapp 12 000 im Jah­re 1989 auf 3500 im Jah­re 1994 redu­zie­ren zu müs­sen, wie er sich von der Poli­tik allein gelas­sen fühl­te, aber in Ost und West doch immer wie­der Hel­fer dafür fand, das Werk am Leben zu hal­ten.”
Den gan­zen Bei­trag fin­den Sie hier.


Vergangene Termine:

26.07.2016, 17 Uhr
Lesung im Stadt­mu­se­um Rie­sa,
Pop­pit­zer Pl. 3, 01589 Rie­sa

28.04.2016, 18 Uhr
Lesung in der Tha­lia-Buch­hand­lung Chem­nitz

30.03.2016, 19 Uhr
Lesung Deutsch-Rus­si­sches Kul­tur­in­sti­tut e.V.,
Zit­tau­er Str. 29, 01099 Dres­den

1.03.2016, 18 Uhr
Lesung beim Ver­ein der Bran­den­bur­gi­schen Inge­nieu­re und Wirt­schaft­ler e.V.,
OV Eisen­hüt­ten­stadt

17.02.2016, 17 Uhr
Lesung im Senats­saal der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Berg­aka­de­mie Frei­berg.
Aka­de­mie­stra­ße 6, 09599 Frei­berg

15.02.2016, nicht öffent­lich
Lesung im Rota­ry Club Frank­furt (Oder)

5.02.2016, 20 Uhr
Lesung mit Chris­ta Luft, Wirt­schafts­mi­nis­te­rin in der Regie­rung Mod­row
Stadt­mu­se­um Eisen­hüt­ten­stadt,
Löwen­stra­ße 4, 15890 Eisen­hüt­ten­stadt

21.01.2016
Lesung und Buch­vor­stel­lung durch Mat­thi­as Plat­z­eck, Minis­ter­prä­si­dent a.D.,
Eine Ver­an­stal­tung des Go East Genera­tio­nen e.V.,
Rus­si­sches Haus der Wis­sen­schaft und Kul­tur, Fried­rich­stra­ße 176-179, 10117 Ber­lin

18.01.2016
Lesung bei „DIE LINKE” Bees­kow,
Stadt­bi­blio­thek, Mau­er­stra­ße 28, 15848 Bees­kow

10.12.2015
Buch­vor­stel­lung im Rah­men der Bar­ba­ra-Fei­er des Tra­di­ti­ons­ver­eins „Glück­auf Schwar­ze Pum­pe” e.V.,
Akzent Kon­gress­ho­tel, Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 1, 02977 Hoyers­wer­da

5.12.2015
Signier­stun­de im Buch­haus Jach­ning
Lin­den­al­lee 9, 15890 Eisen­hüt­ten­stadt

12.11.2015, 17 Uhr
Lesung im Mün­zen­berg­saal,
Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Ber­lin

28.10.2015, 14 Uhr
Lesung im Indus­trie­mu­se­um im SWB-Indus­trie-und Gewer­be­park,
August-Sonn­tag-Str. 5, 14770 Bran­den­burg a.d. Havel

27.10.2015, 18 Uhr
Lesung in der Frie­dens­ge­dächt­nis­kir­che in Lauch­ham­mer-Ost,
Am Werk 8, 01979 Lauch­ham­mer
Ein­tritt: 5 Euro.

28.9.2015, 18 Uhr
Lesung mit Ralf Dös­cher (Mode­ra­tor):
„Ulrich von Hut­ten - Buch­hand­lung” im Oder­turm Frank­furt (Oder),
Logen­stra­ße 8, 15230 Frank­furt (Oder),
Ein­tritt: 5 Euro.