Buchpräsentation »Hier kann ich nicht bleiben« und Schenkung im Stadtmuseum Berlin

Hier kann ich nicht bleiben BuchcoverGemein­sam mit der Stif­tung Stadt­mu­se­um Ber­lin fei­ern wir am 19. Okto­ber die Über­ga­be der Lebens­ge­schich­te von Rudolf Amos Bar­din (Abra­ham­sohn) an Mari­an­ne Wid­mai­er. Die Wit­we des 1998 ver­stor­be­nen Ber­li­ner Kauf­manns, der einer jüdi­schen Fami­li­en ent­stammt, ist die Erzäh­le­rin des Buches „Hier kann ich nicht blei­ben. Das ruhe­lo­se Leben des Rudolf Amos Bar­din (Abra­ham­sohn)“. Es wur­de ver­fasst von unse­rem Auto­bio­gra­fi­ker Frank Nuss­bü­cker.

Die Buch­über­ga­be ist ver­knüpft mit einem wei­te­ren fest­li­chen Akt: Mari­an­ne Wid­mai­er schenkt dem Ber­li­ner Stadt­mu­se­um an die­sem Tag offi­zi­ell die Samm­lung ihres Man­nes.

Wir laden Sie herz­lich ein, bei die­sen beson­de­ren Anläs­sen dabei zu sein:

Am Mitt­woch, den 19.10.2016, 17:00 Uhr im Hoff­mann-Saal des Mär­ki­schen Muse­um, Am Köll­ni­schen Park 5, 10179 Ber­lin

Der Ein­tritt ist frei.

https://www.stadtmuseum.de/veranstaltungen/hier-kann-ich-nicht-bleiben


Das Pro­gramm

- Begrü­ßung durch das Stadt­mu­se­um Ber­lin und Dank­sa­gung für die Schen­kung 

- Wie kam die Samm­lung ins Muse­um? – Muse­ums­mit­ar­bei­ter berich­ten auf dem Podi­um über die Erzähl­sa­lon-Rei­he „Ding sucht Geschich­te” und die Koope­ra­ti­on mit Rohn­stock Bio­gra­fi­en / Mari­an­ne Wid­mai­er erzählt, was sie bewog, den Nach­lass Rudolf Amos Bardins dem Muse­um zu schen­ken.

- Vor­stel­lung ein­zel­ner Objek­te der Samm­lung - per Bea­mer-Prä­sen­ta­ti­on und im Ori­gi­nal

- Fei­er­li­che Über­ga­be des Buches „Hier kann ich nicht blei­ben. Das ruhe­lo­se Leben des Rudolf Amos Bar­din (Abra­ham­sohn)“ / Wie kam das Buch zustan­de? – Tria­log mit der Erzäh­le­rin Mari­an­ne Wid­mai­er, Autor Frank Nuss­bü­cker und Her­aus­ge­be­rin Kat­rin Rohn­stock.

- Lesung aus­ge­wähl­ter Text­pas­sa­gen und Gespräch mit Mari­an­ne Wid­mai­er und Frank Nuss­bü­cker über die geschicht­li­chen Zusam­men­hän­ge.

- Anschlie­ßend besteht die Mög­lich­keit zu einem gemein­sa­men Spa­zier­gang zum frü­he­ren Wohn­ort und Geschäfts­haus / Stol­per­stei­ne.


Über das Buch und Rudolf Amos Bar­din

Die Wit­we von Amos Bar­din erzählt die Geschich­te eines Man­nes, der alle Täler des Lebens durch­schrei­tet und dafür belohnt wird. 1938 ver­lässt der als Rudolf Abra­ham­sohn in eine jüdi­sche Ber­li­ner Fami­lie gebo­re­ne Bar­din in buch­stäb­lich letz­ter Sekun­de sei­ne Hei­mat­stadt. Er ent­geht der Ver­nich­tung durch die Nazis – im Gegen­satz zu Vater David und Bru­der Wal­ter, deren Spu­ren sich in The­re­si­en­stadt und Ausch­witz ver­lie­ren. In einer Odys­see über Ita­li­en und Grie­chen­land gelangt der Ver­trie­be­ne 1941 nach Hai­fa, im dama­li­gen Paläs­ti­na. „Arm wie eine Kir­chen­maus” darf Bar­din nicht wäh­le­risch sein, er schuf­tet als Tel­ler­wä­scher, Koch, Bar­kee­per und Por­tier. 1950 hei­ra­tet er die schö­ne Sän­ge­rin Rachel Safier. Auch beruf­lich hat er Erfolg: In Diens­ten der Ree­de­rei ZIM bereist Bar­din die gan­ze Welt – und über­nimmt 1966 schließ­lich die deut­sche Depen­dance. Er kehrt zurück in sein Hei­mat­land, spä­ter gar in sei­ne Geburts­stadt Ber­lin, wo er mit sei­ner zwei­ten Ehe­frau, Mari­an­ne Wid­mai­er, sei­nen Lebens­abend ver­bringt. Von hier aus tritt er sei­ne letz­ten Rei­sen an. Mit die­sem Buch legt sei­ne Wit­we das Ver­mächt­nis des Ruhe­lo­sen vor – eine jüdi­sche Fami­li­en­ge­schich­te, die stell­ver­tre­tend für vie­le Ber­li­ner Schick­sa­le steht.