Buchvorstellung: »Pressefrühling und Profit. Wie westdeutsche Verlage 1989/1990 den Osten eroberten«

Erzählsalon zur Veröffentlichung von Mandy Tröger bei Rohnstock Biografien

Am  Don­ners­tag, dem 7. Novem­ber 2019, um 18 Uhr ist Man­dy Trö­ger unser Gast in der Schön­hau­ser Allee 12. Die Wis­sen­schaft­le­rin forscht am Insti­tut für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft und Medi­en­for­schung der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen. Im Herbst die­ses Jah­res erschien ihr Buch »Pres­se­früh­ling und Pro­fit. Wie west­deut­sche Ver­la­ge 1989/1990 den Osten erober­ten« im Halem Ver­lag. Die­ses wird sie in unse­rem Salon vor­stel­len. Die  Ost-Ber­li­ne­rin, gebo­ren unweit von unse­rem Fir­men­sitz in Ber­lin Prenz­lau­er-Berg, stu­dier­te an der Uni­ver­si­tät Erfurt und der Uni­ver­si­tät Ams­ter­dam. Nach lang­jäh­ri­gem Auf­ent­halt in den USA pro­mo­vier­te sie 2018 an der Uni­ver­si­tät Illi­nois zur DDR-Pres­se­trans­for­ma­ti­on und erhielt hier­für ein Pro­mo­ti­ons­sti­pen­di­ums der Hein­rich Böll Stif­tung.

Kat­rin Rohn­stock mode­riert die Ver­an­stal­tung gemein­sam mit Edith Spiel­ha­gen, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­le­rin an der Frei­en Uni­ver­si­tät zu Ber­lin. Das Publi­kum ist ein­ge­la­den, eige­ne Erfah­run­gen und Geschich­ten bei­zu­tra­gen.

Der Ein­tritt kos­tet 10 Euro.

Wann: Don­ners­tag, 7.11.2019 um 18 Uhr
Wo: Salon von Rohn­stock Bio­gra­fi­en, Schön­hau­ser Allee 12, Ein­gang Saar­brü­cker Stra­ße

Bit­te geben Sie uns Bescheid, ob Sie an der Ver­an­stal­tung teil­neh­men: per E-Mail an info@rohnstock-biografien.de oder tele­fo­nisch unter 030/40504330.

Pres­se­text zum Buch »Pres­se­früh­ling und Pro­fit. Wie west­deut­sche Ver­la­ge 1989/1990 den Osten erober­ten«

Mit der Fried­li­chen Revo­lu­ti­on 1989 hielt auch die Pres­se­frei­heit Ein­zug in der dama­li­gen DDR. Eine basis­de­mo­kra­ti­sche Wen­de in der Pres­se­land­schaft wur­de jedoch nach dem Fall der Ber­li­ner Mau­er durch west­deut­sche Ver­lags­in­ter­es­sen ver­hin­dert. Bereits ab Ende 1989 arbei­te­ten die Groß­ver­la­ge aus der BRD erfolg­reich dar­an, markt­do­mi­nie­ren­de Stel­lun­gen in Ost­deutsch­land auf­zu­bau­en. Ihrem wirt­schaft­li­chen Druck fie­len vor allem neu­ge­grün­de­te Lokal- und Bür­ger­rechts­zei­tun­gen zum Opfer. Die­se Ent­wick­lun­gen zeich­net Man­dy Trö­ger auf Basis umfang­rei­cher Archiv­ar­beit nach. Sie zeigt auch, wie die Bun­des­re­gie­rung nicht im Sin­ne der Pres­se­viel­falt han­del­te, son­dern allein auf das freie Spiel der Markt­kräf­te setz­te und damit die bestehen­den Presse­struk­tu­ren der BRD schütz­te.