Das Leben „studieren” mit Rohnstock-Büchern

Eine Ver­an­stal­tung der Senio­ren­aka­de­mie der TU Dres­den the­ma­ti­siert im Win­ter­se­mes­ter 2011/12 „Woh­ner­fah­run­gen und -wün­sche im Alter”. Lite­ra­tur­vor­la­ge ist die von Rohn­stock Bio­gra­fi­en her­aus­ge­ge­be­ne Antho­lo­gie „Der letz­te Neu­be­ginn”.

Die Zeit der Ent­schei­dungs­fin­dung, in ein Alters­heim zu zie­hen, gehört für die meis­ten Men­schen zu den ein­schnei­dends­ten Pha­sen des Lebens. Im Sam­mel­band „Der let­ze Neu­be­ginn. Senio­ren erzäh­len vom Umzug in ihr Alters­do­mi­zil” berich­ten 19 Män­ner und Frau­en aus ganz Deutsch­land und der Schweiz unver­blümt von ihren Erfah­run­gen. Dr. Peter Mül­ler und Ursu­la Pra­de von der Initia­ti­ve „SWIS - Senio­ren Woh­nen im Stadt­teil” haben die­se Pro­to­kol­le nun zum Gegen­stand ihres Gesprächs- und Lite­ra­tur­krei­ses zu „Woh­ner­fah­run­gen und -wün­schen im Alter” gemacht, der im lau­fen­den Win­ter­se­mes­ter an der Senio­ren­aka­de­mie der TU Dres­den ange­bo­ten wird:

Ver­an­stal­tung:  C030
KULTUR ALS IMPULSGEBER:
Gesprächs- und Lite­ra­tur­kreis zu Woh­ner­fah­run­gen und -wün­schen im Alter
Nächs­ter Ter­min: 14. Novem­ber 2011, 15.00 bis 16.30 Uhr
Vor­tra­gen­de: Dr. Peter Mül­ler, Ursu­la Pra­de (Initia­ti­ve SWIS - Senio­ren Woh­nen im Stadt­teil)
Ort: Café Luby, Frei­ber­ger Str. 18, 01067 Dres­den

Was wird dem so genann­ten ALTER nicht alles zuge­schrie­ben? Weis­heit und zugleich Aus­ge­lie­fert­sein dem eige­nen Kör­per und Erin­nern; Mensch, genie­ße die „Früch­te des Arbeits­le­bens”, stell Dich aber gleich­zei­tig auf das LOSLASSEN-KÖNNEN ein … Und irgend­wann wird die Fra­ge unab­weis­bar, in der ver­trau­ten Woh­nung und dem gewohn­ten Umfeld zu blei­ben, oder doch bes­ser ein „alters­ge­rech­tes” Obdach zu suchen. Irgend­wann? Zwi­schen neu­er Sicher­heit und gren­zen­lo­ser Ein­sam­keit. In dem von Kat­rin Rohn­stock her­aus­ge­ge­be­nen Sam­mel­band „Der letz­te Neu­be­ginn” berich­ten 19 Senio­ren von ihrem Umzug ins Alten­heim; sie schil­dern, wie und war­um die­ser Schritt voll­zo­gen wur­de, wel­che Sor­gen und Nöte damit ver­bun­den sind und waren, wel­che Vor­be­hal­te, aber auch wel­che Hoff­nun­gen und wel­ches Glück. Der Wech­sel kommt oft wenig erwar­tet. Etwa wenn Krank­hei­ten plötz­lich alles Bis­he­ri­ge unmög­lich machen; wenn bis vor Kur­zem fast noch jugend­lich Akti­ve blitz­ar­tig von ihren Gebre­chen aus­ge­bremst wer­den. Schnell wird dabei klar, wie wich­tig eine früh­zei­ti­ge Beschäf­ti­gung mit alters­an­ge­mes­se­nen Wohn­for­men ist, um Eile und Druck zu ver­mei­den.
Anhand die­ser 2010 ver­öf­fent­lich­ten doku­men­tar-lite­ra­ri­schen Recher­che tau­schen wir uns in einem mode­rier­ten Gesprächs­kreis zu den skiz­zier­ten Fra­gen aus und ver­su­chen, sie mit unse­ren Erfah­run­gen, Wün­schen und auch Ängs­ten in Bezie­hung zu brin­gen.

Lite­ra­ri­sche Vor­la­ge: Kat­rin Rohn­stock (Hg.): Der letz­te Neu­be­ginn. Senio­ren erzäh­len vom Umzug in ihr Alters­do­mi­zil; Ver­lag Bar­ba­ra Bud­rich, Lever­ku­sen 2010, 169 S., 14,90 €

Wei­te­re Ter­mi­ne:

12.12.2011   15.00 - 16.30 Uhr, Café Luby, Frei­ber­ger Str. 18, 01067 Dres­den
09.01.2012   15.00 - 16.30 Uhr, Café Luby, Frei­ber­ger Str. 18, 01067 Dres­den
13.02.2012   15.00 - 16.30 Uhr, Café Luby, Frei­ber­ger Str. 18, 01067 Dres­den